Juni 1955: Wedels Bürgermeister Heinrich Gau schlug dem Kernphysiker Dr. Kurt Diebner (Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt) vor, das Gelände am hohen Elbufer in Wedel als Standort für einen Versuchsreaktor zu prüfen.
Was danach passierte:
1956: Voruntersuchungen sahen die Bodenstruktur am Elbufer als ungeeignet, stattdessen wurden die Holmer Sandberge als geeigneter bewertet.
Spätsommer 1956: Die Standortentscheidung fiel am Ende auf Krümmel bei Geesthacht, dort ging im Oktober 1958 ein Reaktor in Betrieb.
Kleiner Kontext dazu:
16.04.1958: In Wedel wurde ein „Arbeitsausschuss gegen den Atomtod“ gegründet, Schirmherr war ebenfalls Bürgermeister Heinrich Gau, diesmal gegen atomare Bewaffnung.
Illustration: So hätte es in den Holmer Sandbergen aussehen können.
Quelle: Stadt Wedel, Stadtarchiv („Frisch abgestaubt“, Beitrag „Wedel will einen Kernreaktor haben!“), Stadt Wedel („Kampf dem Atomtod“).

